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Hochwertige Damenschuhe von
Peter Kaiser soll es künftig geben.
Aber sonst ändert sich beim
Traditionsunternehmen fast alles.
Die Produktion in Pirmasens
wird geschlossen.
Der bisherige Geschäftsführer
wird zum Investor.
Ein Ehepaar aus der Gründerfamilie
des Kosmetikkonzern Wella
steigt bei Peter Kaiser ein.
Wir werden
in verkleinerter Form weitermachen,
das heißt, mit schlankem Team.
Wir werden funktionierende Elemente,
wie Online-Shop, weiterführen.
Wir wollen auch wieder
in den Großhandel gehen.
Die Kunden warten drauf,
auch wenn es in anderen Mengen
sich abspielen wird.
Peter Kaiser ist die älteste
Damenschuhfabrik in Europa.
Generationen von Familien aus
der Pfalz haben hier gearbeitet.
Die vergangenen Jahre waren für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ein Auf und Ab.
Immer wieder hat es Entlassungen
oder Kurzarbeit gegeben.
Knapp 200 Mitarbeiter
aus der Produktion
hatten schon vor Wochen
ihre Kündigungen erhalten.
Viele hatten aber
auf einen Investor gehofft.
Jetzt ist klar, dass sie
trotz Investor ihre Arbeit verlieren,
so wie das Ehepaar
Sabine und Jürgen Wenger.
Ich bin auf die Welt gekommen,
habe Lesen und Schreiben gelernt
und dann bin ich zum Kaiser Peter.
Seitdem bin ich beim Kaiser Peter.
Das ist mein Lebenslauf.
Familie Peter Kaiser.
So war das für mich.
Drei Viertel des Tages
war man in der Firma.
Man hat Freundschaften geschlossen,
hat viele Entlassungen mitgemacht,
auch vorher schon.
Ich war nie arbeitslos,
hab mit dem Arbeitsamt
noch nie was zu tun gehabt.
Deshalb bricht das alles zusammen.
Das ist zu viel im Moment.
Hauptgrund für die Insolvenz
ist die Corona-Krise.
Als die Schuhläden
im Frühjahr geschlossen waren,
schickten sie kistenweise
ihre Schuhe zurück nach Pirmasens.
Auch jetzt im zweiten Lockdown
kauft niemand elegante Schuhe.
Geschäftsführer und Neuinvestor
Frank hofft trotzdem,
dass der Neustart gelingen kann.
Ich bin Pirmasenser und habe
Peter Kaiser als Kind kennengelernt.
Ich bin in der Schuhbranche
aufgewachsen und hab es bewundert,
hab diesen Namen bewundert.
Für mich gibt es
kein Pirmasens ohne Peter Kaiser.
Dafür habe ich gekämpft.
Konkrete Pläne
zur Zukunft von Peter Kaiser
wollen die Investoren
in den kommenden Wochen entwickeln.
Auch die knapp 200 gekündigten
Mitarbeiter müssen nun gucken,
wie es für sie weitergeht.