v1.0
Das wollen wir noch kurz einordnen
mit Christoph Kehlbach
von unserer Rechtsredaktion.
Guten Abend.
- Guten Abend nach Stuttgart.
Der Verfassungsschutz schaut genau
hin, beobachtet, was heißt das genau?
Indem der Verfassungsschutz
die Initiative
zum Beobachtungsfall erklärte,
hat er viel mehr Möglichkeiten,
die Szene unter die Lupe zu nehmen.
Bisher konnte sich
der Verfassungsschutz
nur aus öffentlich zugänglichen
Informationsquellen informieren,
wie wir alle Zeitung lesen,
Fernsehbeiträge schauen
und im Internet recherchieren.
Mit dieser Einstufung
als Beobachtungsfall
stehen nachrichtendienstliche
Möglichkeiten zur Verfügung.
Man kann Observationen durchführen,
V-Leute anwerben aus der Szene,
ob man über diesen Weg
Informationen bekommt.
Unter Umständen, wenn
weitere Voraussetzungen zutreffen,
kann man
Telekommunikation überwachen.
Man hat ein breites Spektrum an
Möglichkeiten, genauer hinzuschauen.
Was heißt das für
den normalen, unbescholtenen Bürger,
der mitläuft bei diesen Demos,
weil er sich Sorgen macht,
dass die Grundrechte
zu eingeschränkt sind
oder weil ihm
die Maßnahmen zu weit gehen?
Diese Leute wissen jetzt,
dass sie auf einer Demonstration
unterwegs sind,
die im Fokus des Landesamtes
für Verfassungsschutz steht,
aber sie selbst sollen nicht
zum Ziel der Überwachung werden.
Es geht um einen kleinen,
eng begrenzten Personenkreis.
Es war zu hören von einer Anzahl
im unteren zweistelligen Bereich,
die den Kern der Organisation,
der Initiative "Querdenken 711",
ausmachen.
Der normale Demonstrant
soll nicht überwacht werden,
darum geht es nicht.
Vielen Dank fürs Einordnen.
- Sehr gerne.